Lesung im Literatur-Café

Montag, 15. Januar 2018, 20 Uhr im Literatur-Café in der Spiegelgasse 8

Thema: “ 70 Jahre Israel“

Dazu lesen Thyra Thorn über Kishon, Martin Stauder über Amos Os, und ich, Roland
Hornung, über Lea Fleischmann.

Lea’s erfolgreichstes und bekanntestes Werk war gleich ihr erstes, um 1979: „Dies ist nicht
mein Land“, eine vernichtende Abrechnung mit dem damals sehr spießigen Deutschland, das
den Holocaust noch nicht aufgearbeietet hatte.

Die „Rechte“ in Deutschland nannte das Werk „Nestbeschmutzung“ und die „Linke“ war begeistert,
– bis man entdeckte, dass Lea ja Jüdin ist. Ich erlebte es selbst, dass sich „links“ definierende Leute
schlagartig und angewidert von Lea’s Werk distanzierten, …“die ist ja Jüdin“, igitt“…… und somit erwiesen
sich damals auch viele deutsche „Linke“ eigentlich als spießige „National-Sozialisten“

Lea wanderte 1979 oder 1980 dann nach Israel aus, schrieb ihr nächstes Buch „Ich bin Israelin“ und
meldete sich immer wieder auch politisch zu Wort, vor allem im Golfkrieg 1991 mit ihrem Buch „Gas“, in dem
sie alle deutschen Firmen auflistete, die an Saddam Hussein Giftgas geliefert hatten (und das waren viele
Firmen).

Heute schreibt Lea nichts mehr politisch, sondern Bücher in einer Reihe „Judentum leicht verständlich gemacht“, aus einem
ihrer Werke („Heiliges Essen“) werde ich auch ein wenig lesen.

Herzlich willkommen!
Euer Roland

Ein Nazi wünscht „deutsche Weihnachten“

Großartig, Kai Dorra. D A N K E :-)

„“Ein besinnliches deutsches Weihnachten“ wünscht André Poggenburg von der AfD seinen „Kameraden“. Töne, die man seit 1945 nicht mehr gehört hat – und auch nicht hören wollte. Nun, ich feiere an Weihnachten die Geburt eines jüdischen Rabbis. Und die urdeutschen Ewiggestrigen mögen von mir aus altgermanisches Julfest oder großdeutschen Untergang feiern, solange sie dabei nicht ein überaus verlogenes Christentum heucheln. Am besten mit urdeutscher Krippe ohne Juden und Ausländer: da bleiben dann nur noch Ochs und Esel.“ (Kai Dorra).

In einem Merkava: Auch das ist Israel

Wir hatten ein „meeting“ mit einem Merkava-Panzer.

Eigentlich mit seiner Besatzung. Vier junge Männer stiegen aus und sagten der Reihe nach:
„Ich bin Jude. Ich bin muslimischer Araber. Ich bin christlicher Araber. Ich bin Druse“. Dann gemeinsam: „Wir sind alle Israelis“:

Ja, auch das ist Israel!

Synagogenneubau (von Gerhad K. Nagel)

http://www.hagalil.com/2017/12/regensburg-10/

Regensburg – Nahost-Demos – 16.12. 2017

Liebe Freunde, schalom,

in der Synagoge heute im Gebet hatte mir jemand gesagt, es gebe heute vor dem Dom in Regensburg eine Palästinenser- Demo (wie in anderen Städten ja auch) :-(

Ich lief hin – und siehe da, eine Gruppe mit „palästinensischen“ Flaggen, wohl etwa 50 – 60 (?) Leute standen dort und skandierten Parolen und schwenkten Flaggen….

Hine – siehe da! Auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine ganz riesige Fahne Israels !!! :-)

Ich lief hin, ja, es war der „andere Israelfreundeskreis“ (anita_fa) in Regensburg, auch recht klein, aber sehr, sehr aktiv. Aktiver als wir!

Es waren nur Wenige, vielleicht 10 Leute. Ich solidarisierte mich sofort mit ihnen und nahm ein kleines Israelfähnchen, das dort (zum Verteilen) herumlag.

Die „Gegenseite“ waren ja weit mehr und lauter. Aber das konnte ausgeglichen werden! Musik!!!

„Unsere“ Israelfreunde hatten einen Lautsprecher und – spielten sehr laut und fast permanent – die HATIKVA!!! Und zwischendurch riefen wir „Am Israel chai“. Und ein paar Presse-Erklärungen wurden verlesen.

Es kamen zwei junge Männer und nahmen zwei Fähnchen: „Wir sind von den Jungen Liberalen und wir zeigen Solidarität mit Israel!“

Noch ein junger Mann kam: „Ich bin von der Grünen Jugend und ich zeige Solidarität“. Wow!!!

Es ist ja Samstag und viele einkaufende Passanten kamen vorbei. Viele, sehr, sehr viele rufen „Schalom“
oder recken den Daumen hoch, manche bleiben etwas stehen als Zeichen der Solidarität.

Jetzt kommt eine größere Gruppe – es scheinen Touristen zu sein. „We are from Czech Republic“ sagte eine Dame und „Am Israel chai“. „We are friends of Israel“…… sie bleiben auch ein wenig stehen und kurzfristig sind wir somit sogar mehr als die „Palästinenser“.

Es lebe Tschechien!

….immer wieder solidarisieren sich auch Regensburger Passanten mit uns!!!

Am Israel chai!