Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Israelbezogene FRAGEN an zwei Bundestagskandidaten

1. Fragen an Peter AUMER, Bundestagskandidat der CSU

2. Fragen an Dr. Tobias Hammerl, Bundestagskandidat der SPD

Unsere FRAGEN an die Bundestagskandidaten 2017: Peter AUMER, CSU

FRAGE 1:
Konsens in Deutschland: „Nie wieder Täter!“ Konsens in Israel: “Nie wieder Opfer!“
Wie stehen Sie dazu?

Diesen Konsens teile ich. Die Schlussfolgerung lautet für mich „nie wieder“!

FRAGE 2:

Was denken sie über die Beleuchtung des Brandenburger Tores am 10. Januar, nachdem in Israel am 8. Januar wieder einmal ein antisemitisch motivierter Terroranschlag verübt wurde?

Mich persönlich hat die Beleuchtung des Brandenburger Tors nach dem Terroranschlag in Jerusalem sehr bewegt. Sie war ein Ausdruck echter Anteilnahme Deutschlands.

FRAGE 3:

Bundeskanzlerin Dr. Merkel: „Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.“http://www.bpb.de/apuz/199894/israels-sicherheit-als-deutsche-staatsraeson?p=all – footnode1-1 Wie stehen Sie zu diesem Zitat?

Ich kann diese Aussage der Bundeskanzlerin nur unterstreichen.

FRAGE 4:

Ist der sogenannte palästinensische Widerstand gerechtfertigt, ja oder nein? Warum/ warum nicht?

Wichtig ist die Beendigung des Nahostkonflikts. Ich teile auch in dieser Frage die Meinung von Bundeskanzlerin Merkel.

FRAGE 5:

Was denken Sie darüber, dass Präsident Trump die US-Botschaft nach Jerusalem verlegen will?

Da der US-Kongress 1995 festgelegt hat, dass die US-Botschaft bereits bis 1999 nach Jerusalem verlegt werden sollte – aber sich kein Präsident seitdem daran gehalten hat, wird sich sicher der amtierende Präsident Gedanken machen müssen, wie er mit diesem Thema umgeht. Meines Erachtens, muss eine Lösung gefunden werden, die nicht Anlass dazu gibt, dass es zu Auseinandersetzungen kommt.

Unsere FRAGEN an die Bundestagskandidaten 2017: Dr. Hammerl, SPD

FRAGE 1:

Konsens in Deutschland: „Nie wieder Täter!“ Konsens in Israel: “Nie wieder Opfer!“
Wie stehen Sie dazu?

Beide Aussagen basieren auf den Lehren welche aus der Shoa gezogen wurden. Jedoch sehe ich nicht, dass beide Aussagen gesellschaftlicher Konsens in Deutschland sind. Ja, derzeit sind beide „Nie wieder!“ weitgehend politischer Konsens in Deutschland. Dennoch sprechen im Jahr 2017 PolitikerInnen in Deutschland vom „Mahnmal der Schande“ und ernten dafür Applaus, oder stellen öffentlich das Selbstverteidigungsrecht Israels in Frage. Und von einem gesellschaftlichen Konsens mag ich angesichts der 10 bis 15% Prozent der Deutschen, je nach Umfrage, die Israel das Existenzrecht absprechen auch nicht reden. Ganz im Gegenteil, statt eines Konsens und eines überzeugten „Nie wieder!“ sehe ich eher die Tendenz, die Shoa vergessen oder relativieren zu wollen.

Es muss meines Erachtens die Pflicht jedes einzelnen sein – und das wird in Zukunft schwieriger, da bald keine Zeitzeugen mehr berichten können –, sich mit den Verbrechen der Nationalsozialisten auseinanderzusetzen, denn nur wer das getan hat, wird beide „Nie wieder!“ mit voller Überzeugung vertreten. Derzeit beobachte ich zwei Umgangsstrategien mit der Shoa in Deutschland, die ich beide für gefährlich halte. Die eine würde ich mit „einen Haken dahinter machen wollen“ umschreiben wollen. Die zweite – und meines Erachtens nicht minder gefährliche – Strategie ist, die Dogmatisierung der Lehren aus der Shoa. Wenn das Gedenken und Erinnern und die daraus zu ziehenden Schlüsse zur unreflektierten Gedenkperformanz werden, dann würde die tatsächliche Auseinandersetzung mit der Shoa aufhören. Und das ist für mich das Wichtigste, was ich in Auschwitz selbst verstanden habe: Nur wer sich selbst und persönlich mit der Shoa, mit Tätern und Überlebenden auseinandersetzt, wird aus voller innerer Überzeugung sagen können: „Nie wieder!“

FRAGE 2:

Was denken sie über die Beleuchtung des Brandenburger Tores am 10. Januar, nachdem in Israel am 8. Januar wieder einmal ein antisemitisch motivierter Terroranschlag verübt wurde?

Ich fand dies eine richtige Geste des Mitgefühls und der Solidarität.

FRAGE 3:

Bundeskanzlerin Dr. Merkel: „Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.“http://www.bpb.de/apuz/199894/israels-sicherheit-als-deutsche-staatsraeson?p=all – footnode1-1 Wie stehen Sie zu diesem Zitat?

Dem stimme ich zu. Es sollte aber nicht nur für die Bundeskanzlerin, sondern auch für jede Deutsche und jeden Deutschen nicht nur Teil einer abstrakten Staatsräson sein, sondern eine verinnerlichte Konsequenz der Shoa. Allerdings muss man die Frage stellen, was die Kanzlerin unter „Sicherheit Israels“ genau versteht. Hier klaffen zum Beispiel im Hinblick auf die Frage nach dem iranische Atomprogramm die Ansichten der israelischen Regierung und der Bundeskanzlerin meines Erachtens durchaus auseinander.

FRAGE 4:

Ist der sogenannte palästinensische Widerstand gerechtfertigt, ja oder nein? Warum/ warum nicht?

Zunächst stellt sich die Frage, was mit „so genannter palästinensischer Widerstand“ eigentlich gemeint ist. Zum einen sehe ich keinen homogenen palästinensischen Widerstand, sondern mehrere Gruppierungen, die für ihre Eigeninteressen kämpfen. Grundsätzlich sind meines Erachtens alle Gruppierungen, die die Zerstörung des Staates Israel propagieren oder/und die den Einsatz von Gewalt zum Erreichen ihrer Ziele propagieren, vollständig abzulehnen. Der Staat Israel hat folglich auch das Recht sich gegen derartige Gruppen zu wehren und die Pflicht seine BürgerInnen gegen diese zu schützen. Zudem halte ich es für hochproblematisch, wenn andere arabische Staaten Palästinensergruppen unterstützen, um eigene nationalstaatliche Ziele und Interessen im Nahen Osten zu verfolgen, wie es etwa Iran mit der Unterstützung der Hamas bezweckt.

Allerdings bin ich der Meinung, dass es langfristig nur mit einer Zwei-Staaten-Lösung dauerhaften Frieden geben wird. Grundlage für einen Friedensprozess muss aber der Gewaltverzicht und die bedingungslose Anerkennung des Existenzrechts Israels sein. Solange aber Hamas, Hisbollah und auch die Fatah weiterhin auf Gewalt als Mittel einsetzen oder auch nur tolerieren, besteht darauf keine Hoffnung.

FRAGE 5:

Was denken Sie darüber, dass Präsident Trump die US-Botschaft nach Jerusalem verlegen will?

Ich würde es an seiner Stelle nicht tun. Zwar wurde mit dem Embassy Act bereits 1995 der Umzug beschlossen, aber Trumps Vorgänger wussten um den politischen Sprengstoff, den dieser Umzug beinhaltet. Eine amerikanische Botschaft in Jerusalem würde die palästinensische Seite als Affront werten. Ich stimme hier dem ehemaligen israelischen Botschafter Shimon Stein zu, der die Meinung vertritt, dass der Status Jerusalems nur im Zuge des Friedensprozesses abschließend geklärt werden kann. Der Umzug der Botschaft – und das teilweise Abrücken der USA von der Zwei-Staaten-Lösung – würde meines Erachtens zu weiterer Eskalation führen. Vor allem aber würde dies dazu führen, dass die USA als Vermittler für die Palästinenser in Zukunft nicht mehr in Frage kämen, was nicht abzusehende Folgen hätte, da die EU oder das Nahostquartett alleine sind nicht in der Position den Prozess alleine wieder in Gang zu bringen.

Neid und Gier

Ein Mensch, der extrem neidisch war,

und einer,der extrem gierig war, beide wurden zum König gerufen
und er meinte: „Jeder darf einen Wunsch äußern und bekommt ihn erfüllt.
Aber: Der andere bekommt das Doppelte!“
Bei diesen beiden Menschen konnte das nicht positiv funktionieren.
Keiner wollte als erster seinen Wunsch äußern….

Schließlich sagte der Neidische: „Ich wünsche, dass man mir ein Auge aushackt!“

Die Tora ist ein lebensumfassendes Werk

Die Tora ist ein lebensumfassendes Werk

und versorgt uns in allen Aspekten des Lebens. Auch in „Sicherheitsfragen“!
Beispiele: „Du sollst auf deinem Dach ein Geländer haben“, „Auch eine Grube muss abgesichert sein“, „der Zaun soll 10 Fäuste hoch sein“…
„Bei Kälte und Nässe muss man sich richtig anziehen und durch passende Kleidung schützen“,……
Das höchste sei die Rettung von Leben! „Um Leben zu retten, darf man nicht, nein, man m u s s nötigenfalls auch die Schabatgesetze brechen!“
Bei Glatteis m u s s man auch am Schabat streuen (auch, wenn dies Arbeit ist!).
…und so viele Beispiele mehr!

Über mich – Roland Hornung

Über mich

Roland Hornung

Ich wuchs behütet im beginnenden Wirtschaftswunder in Deutschland in einer intakten Familie in Franken, im Grenzgebiet zu Baden-Württemberg auf.

Väterlicherseits gab es keinerlei Beziehungen zum Nationalsozialismus. Ich weiß nur, dass die Oma väterlicherseits als resolute Mutter von 5 Söhnen gesagt habe, wenn einer von denen zur Hitlerjugend gehen wolle, werde sie ihn mit der gusseisernen Pfanne erschlagen. Das war deutlich genug. Meine Mutter stammte aus dem nördlichen Württemberg – einer bis zum 2. Weltkrieg sehr multikulturellen Gegend. Es gab dort Sinti, Roma, Jenische, und ganz viele Juden, die auch (west-) jidisch sprachen. Im fränkischen Grenzgebiet (in Schopfloch) wurde lachoudisch gesprochen.

Und wenn mein Opa mit meiner Mutter etwas besprechen wollte, was wir Kinder nicht hören sollten, sprachen sie die – aus dem Hebräischen stammende – Sprache Lachoudisch. Und Jenisch konnte mein Opa auch, und jidisch auch.

Die Nazis zündeten Haus und Hof meines Opa mütterlicherseits an, und seine Frau, meine Oma, hielten sie für eine „Zigeunerin“ (möglicherweise – sie hatte sehr dunklen, südländischen Teint und schwarze Haare – war sie ja sogar eine Jenische [ein „fahrendes Volk, das aus der Schweiz und Südwürttemberg stammt, aber nicht zu den Roma und Sinti gehört]).

Unser Verhältnis zum Nationalsozialismus war also ganz extrem negativ und sehr ablehnend.

Bereits als Schüler und Jugendlicher reizte mich das Thema „Nahost und Israel“. Mein Vater war Gymnasiallehrer für Geschichte und alte Sprachen und konnte auch Hebräisch und Sanskrit (die Grundlage beispielsweise von Farsi). Er förderte meine Interessen, indem er mir Bücher gab, und das Bulletin der Botschaft Israels in Deutschland.

Ich arbeitete mich in diese Bücher ein und fand immer mehr Zugang zu diesem ungewöhnlichen Land. Schließlich reiste ich erstmals nach meinem Studium dorthin, immerhin vor gut 35 Jahren – und ich war sehr enttäuscht: Es war viel Wüste dort und viel orientalisches Flair, aber als Tourist fehlte mir der so wichtige Zugang zu den Menschen vor Ort !!!

Im Studium hatte ich neben Mathematik auch etwas Geschichte und Politikwissenschaft studiert, und mir somit auch seriöse wissenschaftliche Grundlagen zu Israel erarbeitet. Natürlich wollte ich einmal länger dieses faszinierende Land kennenlernen – und es ergab sich ein Forschungssemester.

Einerseits hatte ich dann in diesem Praxissemester (und anschließende Semesterferien) vor etwa 23 Jahren gut ein halbes Jahr in Jerusalem gelebt ( 7 Monate lang 1992/1993).

Andererseits organisiere ich seit gut 15 Jahren immer wieder Israelreisen, Begeg- nungsreisen mit diesem wunderschönen Land und seinen interessanten Menschen.

Insofern habe ich mehr als genug Stoff zum Erzählen.

Insgesamt erkannte ich – und dafür bin ich dankbar – dass die (ver-)öffentlich(t)e Meinung in Deutschland über Israel oft verzerrt und einseitig auf den Nahostkonflikt reduziert ist.

Vielleicht „passen“ auch Bilder von „Bomben, Raketen und Tod“ (um Bob Dylan zu zitieren) mehr in das verkaufsorientierte Marketing mancher Presseorgane – statt Bilder von schönen Landschaften, großen technologischer Errungenschaften, wertvollen Kulturzeugnisse und wunderbaren Menschen?

So beschloss ich nach meiner Rückkehr, aktiver und engagierter zu werden und somit den Freundeskreis Israel in Regensburg und Oberbayern e. V. zu gründen, was 2003 geschah.

Ich hatte diese Frage „Wer ist Jude“ mir immer wieder bewusst gestellt. Denn damals vor fast 20 Jahren, lebte ich ja mehr als ein halbes Jahr in Jerusalem im Ortsteil „Beit Vegan“. Dies ist eine religiöse Gegend, orthodox. Aber nicht ultra-orthodox. Und ich unterhielt mich mit Rabbinern und anderen interessierten Leuten immer wieder über interessante Fragestellungen.

In diesem Ortsteil „Beit Vegan“ gibt es Post, Bank, Supermarkt, einige (koschere) Pizzerien, einige Wäschereien, und vieles Weltliche mehr. Ein richtig abgeschlossene kleine Stadt. Es gibt natürlich einige Jeschivot (Jeschiva=“religiöse Schule“), aber auch staatliche Schulen, und eine halb-private Schule, in der der übliche Unterricht kostenlos war, der freiwillige Nachmittagsunterricht (Theater, Pantomime, Selbstverteidigung, Kunst, usw…) aber kostenpflichtig. In jene Schule gingen meine Kinder. Und in jene Schule ging die Prominenz. Viele Kinder von Politikern und anderen “wichtigen Leuten“ waren dort, und wir lernten über die Kinder auch deren Eltern kennen.

So schön das Leben in dieser kleinen heilen Welt von „Beit Vegan“ (neben dem Herzl-Berg, nahe zu Yadvaschem) war – irgendwann wollte ich das „weltliche“ Leben in Jerusalem auch kennen lernen. Ich fuhr mit dem Bus überall hin und erkundigte alles.
Heute würde ich die neue und ganz moderne Straßenbahn nehmen, die es seit 2011 in Jerusalem gibt.

Natürlich interessierte mich die Politik, die Geschichte, die Kultur. Land und Leute. Die Menschen. In Jerusalem. Aber auch in ganz Israel. In Bethlehem. Und in der Westbank.

Leider reduziert ein Teil der deutschen „Qualitätspresse“ fast alles aus Israel auf „Mauer“, „Besatzung“, „Siedlungs-politik“ usw….Das ist nicht nur dumm, falsch und primitv. Nein. Es ist sau-dumm! Es ist auch beleidigend für die Menschen dort in Nahost. Und es zeigt auch, wie weit es mit dem deutschen Qualitätsjournalismus gekommen ist 

Israel ist das am meisten multikulturelle Land, das ich kenne. Und ich kenne viele. Sehr viele.

Aus über 120 Ländern sind Menschen nach Israel eingewandert und schaffen dort eine Vielfalt, die sprichwörtlich und hoch interessant ist.

In Jerusalem alleine sollen 84 (lebende) Sprachen gesprochen werden (ohne die alten Kirchensprachen Latein, Griechisch und Aramäisch). So sage es mir zumindest Teddy Kollek, der damalige Jerusalemer Oberbürgermeister. Und diese Vielfalt von Menschen aus Europa, aus der ehemaligen Sowjetunion, die meisten allerdings aus dem Orient, aber auch aus Afrika, Argentinien und Indien sind eine wunderbare Bereicherung. Und diese bunte Vielfalt, diesen Reichtum, durfte ich erleben.

Danke.

Eine wahre Geschichte aus Israel

Eine wahre Geschichte aus Israel

Wie viele Leute in Israel hatte eine israelische fromme Familie eine Haushälterin aus Rumänien, eine Gastarbeiterin.Eines Tages wollte diese Rumänin wieder nach Hause nach Rumänien fahren. Erst mit dem Bus, und dann mit dem Flugzeug….

Zum Abschied schenkte die Hausherrin ihr einen schönen großen Apfel.

Als ihr Ehemann kurz danach heim kam, schimpfte er sie deswegen, denn es sei doch Schmitta-Jahr!
Und die Rumänin würde den Apfel mit nach Rumänien, ins Ausland nehmen, und es sei im Schmit- ta- Jahr doch nicht erlaubt. Die Ehefrau möge ihr zum Bus nachlaufen. …und das tat sie, und der Bus war noch da.

Sie ging in den Bus und sah die Rumänin und lief auf sie zu. Diese wurde kreidebleich und erschrak und sagte ‚Entschuldigung‘ und öffnete ihre Tasche, ‚dass ich Ihren gesamten Schmuck gestohlen habe, hier ist alles!‘

So ist es: Wenn man das Schmitta-Jahr einhält, bekommt man auch seinen Schmuck wieder, von dem man noch nicht einmal gemerkt hatte, dass er gestohlen war!