WANDEL in der Arabischen Welt

W A N D E L der Weltanschauungen in der Arabischen Welt seit dem 2. Weltkrieg

Ein Volk, ein Staat, wahrscheinliches jedes Individuum braucht wohl eine Art „Welt- anschauung“, Ideologie, Werte-Orientierung, einen „Halt“, eine Richtschnur, wie z.B. eine Religion, den Kapitalismus, den Liberalismus, den Sozialismus als eine Art „Identitätsstiftung“.
Die arabische Welt war nach dem ersten Weltkrieg über 500 Jahre unter türkisch- osmanischer Herrschaft gewesen, und um 1920 entstand eine arabische Identität – nach der Befreiung von der osmanischen Herrschaft. Drei „Ideologien“ wechselten sich seitdem ab:

1.) Der Pan-Arabische Nationalismus (seit Ende des 1. Weltkriegs bis 1967):
Alle Araber fühlen sich als ein großes Volk, eine groß-arabische Nation, es gibt keine arabischen Einzelnationen – ein wichtiger Vertreter war z.B. NASSER in Ägypten (aber auch andere, wie Großmufti Ali Husseini, usw….). Andere politische Ideologien und auch der Islam spielten kaum eine Rolle, die Menschen waren west- lich gekleidet (wenn man alte Fotos anschaut), man wollte auch für die arabische Welt den westlichen Fortschritt, Macht und Größe. Mit der großarabischen vernichtenden Niederlage gegen Israel 1967 scheiterte diese Ideologie absolut und völlig. In diese schlimme und gähnende ideologische Leere, in dieses Vakuum kam der Sozialismus!

2.) Der (real existierende, sowjetische) Sozialismus) ca 1967 – 1991
Mit dem völligen Zusammenbruch des politischen, religiös säkularen Pan-Arabismus ergab sich für die Sowjetunion d i e Chance schlechthin, in der arabischen Welt Fuß zu fassen! Der – internationale – „Sozialismus“ war zwar noch säkularer als der pan- arabische Nationalismus, aber eben auch inter-national, und in erster Linie gegen „den Westen“ gerichtet. Andererseits war eher sehr gegen den Einfluss des Islam und sehr gegen Islamismus gerichtet. Die Menschen waren sehr säkular, es gab Emanzipation und Gleichheit. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zerbrach auch der Sozia- lismus in der arabischen Welt und hinterließ eine riesige Lücke, ein großes ideologisches Loch. Diese Lücke nutzte der politische Islamismus.

3.) Der Islamismus (ca. 1992 – heute)
Der ISLAMISMUS – ausgehend von Saudi-Arabien und Iran – brachte eine völlige Wende, ein Umkehr, ein Ende des Säkularismus in der arabischen Welt (Kleidung, Emanzipations-Ende, religiöser Fanatismus,…) und verschärfte die Situation im Nahen und Mittleren Osten ganz gewaltig!


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