Der Hirte

Der König geht im Wald spazieren

und trifft einen Hirten. Einen bescheidenen Mann mit Hirtenhut, Hirtenstab und Flöte.
Beim Gespräch merkt er, dass dieser Hirte sehr klug ist. Er nimmt ihm mit als seinen Berater. Und eines Tages wird er sogar Finanzminister. Das erweckt Neid und viele denunzieren den Hirten beim König, dass er Geld gestohlen und unterschlagen habe.

Der König glaubt es nicht, doch ’steter Tropfen höhlt den Stein‘, und eines Tages glaubt der König die Verleumdungen dann doch. Seine Leute durchsuchen die Wohnung des Hirten, der zum Finanzminister geworden war – und finden nur eine sehr bescheidene Behausung und keinerlei gestohlenes Geld.
Zuletzt finden sie ein verschlossenes Zimmer mit der Aufschrift ‚Bitte nicht betreten‘. Sie gehen trotzdem hinein – es ist nur ein Tisch, ein Stuhl, der Hirtenhut, der Hirtenstab und die Flöte dort.

Die Finanzminister-Hirte spricht: ‚Jeden Morgen gehe ich hier 10 Minuten hinein und spiele auf der Flöte. So steigt mir nichts zu Kopfe und ich erinnere mich immer daran, woher ich gekommen bin‘.


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