Archiv für Oktober 2016

Israel im September 2016

Israel im September 2016
In Israel beginnt seit kurzem die Ernte der Herbst- und Winterfrüchte: Datteln, Khakis, Feigen, Mandarinen und andere Zitrusfrüchte, u.a.
Anfang Oktober war es noch sehr heiß: über 35 °C, und am Toten Meer 43 °C– ein herrlicher subtropischer Spätsommer mit wolkenlosem, blauem Himmel und beständigem Hochdruck.

Die Stimmung der Menschen war dementsprechend auch ausgelassen, fröhlich und freundlich.

Israel – erste Daten

Israel – erste elementare Fakten:

Einwohnerzahl: ca. 8,6 Millionen (etwas weniger als Bayern), ca 200 000 Geburten- Überschuss, ca 30000 Einwanderer pro Jahr, eines der schnellst wachsend. Länder

Fläche: ca 20000 km² (wie Hessen), Nachbarn: Libanon, Syrien, Jordanien, Palästina und Ägypten, Mittelmeer, Rotes Meer

Lage: Um den 30. Breitengrad, subtropisch, Orient, bei Ägypten. 4 Meere: Mittelmer, See Genezareth, Totes Meer, Rotes Meer (tief im Süden)

Klima: Prinzipiell subtropisch, aber Klimazonen: Küste heiß und feucht, Hochland im Sommer heiß, im Winter eher kalt, trocken, Jordantal/ Arava: stets warm, trocken, Eilat heiß und trocken

Staatsform: Parlamentarische Demokratie (wie Deutschland), einzige Demokratie in Nahost, keine 5 % Hürde, also sehr viele Parteien

Ethnien: Juden ca 78 %, Araber ca 18 %, Drusen, Beduinen, Armenier, Tscher-kessen, Kurden. Bosnier,…
Religionen: Juden ca. 78 %, Muslime ca. 17 %, Christen 2-3 %, Drusen, Bahai

Wirtschaft: Früher sehr sozial/ sozialistisch, heute sehr kapitalistisch, der GINI-Koeffizient der Einkommen ist 0,38, etwas höher als Deutschland, Lebensstandard etwa wie Deutschland

Schwerpunkte: Früher Landwirtschaft, heute kaum noch. Heute High Tech (IT, Pharma, Meerwasserentsalzung, Wasser-Management, Elektronik,…), Tourismus (!)

BIP (Bruttoinlandsprodukt/ Bruttosozialprodukt) : ca. 300 Milliarden $
(Zum Vgl: D: 3300 Milliarden $ USA: 17 000 Milliarden $ Jordanien: 35 Milliarden $
BIP/Kopf ($): USA ca 56000, D ca 44000, Israel 35000, Jordanien ca 5000)

Hohe Feiertage 5777 – Teil 1

Rosch Haschana 5777

Zur Vorbereitung auf Rosch Haschana 5777 bot Herr Rabbiner Josef Chaim Bloch am Sonntag, den 11. September, eine Lehrstunde unter dem Titel „Die hohen Feiertage“ an. In seinem Vortrag und dem anschließenden Gespräch konnten die zahlreichen Anwesenden viel über den geistigen Gehalt der wichtigsten Tage im jüdischen Jahr erfahren. Wie jedes Jahr war an Rosch Haschana der Gebetsraum gut gefüllt. Es kamen viele unserer Mitglieder und Gäste, insbesondere aus Israel und Riga (Lettland). Herr Rabbiner, Josef Chaim Bloch, führte die Betenden mit viel Kawana das „Dawnen“ und das „Leinen“. Seine Schiurim über die jüdischen Feste im Monat Tischri, die Ansprache nach der Lesung der Tora und beim gemeinsamen Kiddusch sowie der Klang des Schofars gaben Impulse in den Alltag hinein. Das Taschlich am Spätnachmittag des zweiten Tages Rosch Haschana wurde von gut 28 Personen besucht, die sich am Ufer der Donau nahe der berühmten Steinernen Brücke versammelten und die Taschen nach außen kehrten, um auf diese Weise das Fortwerfen der Sünden zu symbolisieren.

Jom Kippur 5777

Am Erew Jom Kipur war der Gemeindesaal voll. Alle Männer haben ihre weißen Talesim angelegt, passend zum Weiß des Aron ha Kodesch und der Bima. Nach der traditionellen Begrüßung begann der Rabbiner das Kol-Nidre-Gebet. Nach jeder Wiederholung trug er es lauter vor. Die ganze Gemeinde lauschte angespannt den Worten des Kol-Nidre-Gebetes, wo besonders erklärt ist, dass alle Gelübde und Schwüre null und nichtig sein sollen. Am nächsten Tag wurde der Chasan wieder von Mitgliedern der Gemeinde unterstützt. Am Ende des Morgengebetes, nach der Tora- und Prophetenlesung, gedachten alle bei dem Iskor ihrer verstorbenen Angehörigen. Nach einer dreistündigen Pause setzten wir mit Minchagebet fort und beendeten kurz vor 20 Uhr das Maariw-Gebet. Traditionell stärkten sich die Betenden nach dem Beten und Fasten bei dem herrlichen Kiddusch der Familie D. und wünschten sich nochmals ein gutes neues Jahr 5777 und eine gute Besiegelung.