Archiv für April 2016

Drohungen gegen die Amadeu Antonio Stiftung

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/25349

23. April 2016

http://www.regensburg-digital.de/erinnern-ist-auftrag-fuer-unser-heutiges-handeln/23042016/

April und Mai 1945

Die Monate April und Mai 1945

waren Monate der Befreiung.

Viele Menschen wurden befreit und gerettet. Mein Opa wurde zum Beispiel durch die US-Army gerettet. Danke Amerika, thank you, USA!

Viele konnten nicht mehr befreit werden, nicht mehr gerettet werden. Wir gedenken ihrer.

Wenn wir heute sagen „Nie mehr wieder, never again“, ist das wichtig, richtig und gut.
Aber: Es genügt nicht !!!

Es genügt nicht, sich nur in Trauer zu erinnern.
Worte sind zu wenig. Taten zählen!

Vielmehr müssen wir in Zuversicht, Mut und Entschlossenheit nach vorne schauen und uns aktiv gegen Antisemitismus einsetzen. Und für Mensch-lichkeit, Demokratie und Freiheit.
Und für Israel! Für Israel, den einzigen jüdischen Staat. Den Zufluchtsort für Juden.

Am Israel chai!

Flossenbürg

http://www.mittelbayerische.de/bayern/oberpfalz-nachrichten/gedenken-an-voelkermord-in-flossenbuerg-21684-art1367815.html

„Rivkale“ – oder wie man die Bürokratie in Israel besiegt

„Rivkale“ – oder wie man die Bürokratie in Israel besiegt

Wir lebten schon einige Monate in Jerusalem und mussten unser Visum verlängern. Wer die israelische Bürokratie kennt, weiß, dass die Wartezeit im Innenministerium lange sein kann. Wie kann man das zu seinen Gunsten ändern?

Welch eine gute Idee:
Mein jüngstes Kind (damals knapp 6 Jahre) namens Rivka musste mit zur Behörde!

Ich sagte dem Kind: “Wir müssen hier rein, in das Haus und unser Visum verlängern lassen. Das wird sehr lange dauern. Sehr, sehr lange“. Sie verzog ihr Gesicht zu einem Schmollmund und ging missmutig mit mir in das Büro. Die Warteschlange war lang. Sehr lange. „Müssen wir diese ganz Schlange abwarten?“ fragte Rivka, schon genervt. „Ja, das kann lange dauern! Sehr lange!“

Nach einigen Minuten bereits fragte Rivka „Dauert es noch lange?“. „Ja“, meinte ich, „sehr lange, Rivka“. „Oooooooooch“, murrte Rivka.

Die Beamtin – eine ältere Dame – am Schalter schaute immer wieder mal her. Jetzt war die richtige Gelegenheit!

„Es dauert noch sehr lange, Rivka“, sagte ich. „Ich mag nicht mehr warten“, bekam ich zur Antwort. „Rivka, es wird höchstens noch eine Stunde dauern!“ Rivka war sichtlich genervt und sauer. „Ich will heim! Ich mag nicht mehr warten!“ schimpfte sie.

Siehe da! Die Beamtin stand auf. Sie kam zu uns. Beugte sich zur kleinen Rivka und tröstete sie mütterlich:“ Oy, Rivkale, Rivkale, scheynes Meydele. Du willst heim zu Mamele?“ fragte die Dame (und drückte und tröstete mein Kind) in einer Mischung aus deutsch und jiddisch. “Kommt mit“…. Und sie führte das Kind (und mich im Schlepptau) an der ganzen, langen, sehr langen Schlange vorbei zu ihrem Schreibtisch, verlängerte sofort unser Visum und winkte fröhlich und freundlich uns zum Abschied. Statt möglicherweise 2 Stunden hatten wir nur gute 10 Minuten gewartet.

„Siehe, wie gut und angenehm ist es, wenn Kinder und Beamtinnen sich so gut verstehen!“