Archiv für Dezember 2015

„Weihnachten“ in Israel

„Weihnachten“ in Israel

Vor über 20 Jahren lebte ich ja viele Monate lang in Jerusalem. Neben meiner Arbeit im
Numerischen Labor der Hebräischen Universität (ich entwickelte Software für Touren-
planung und Verschnitt-Optimierung, usw….) erlebten wir Land und Leute und viele
Feiertage: Rosch HaSchana, Jom Kipur, Sukkot, Chanukka, Tubeschwat, Purim,…

Auch „Weihnachten“ wurde in Jerusalem für die christliche Minderheit gefeiert. Es gab sogar
kostenlose Christbäume.

Am „Heiligen Abend“ war ich um Mitternacht mit meinen drei (damals noch sehr kleinen) Kindern
in der deutschen katholischen „Dormitio-“ Kirche. Der Gottesdienst war sehr lange (das Evangelium
wurde in sehr vielen Sprachen verlesen, in deutsch, in englisch, lateinisch, hebräisch, arabisch und in
einigen anderen Sprachen) und meine drei Töchter waren längst eingeschlafen. Zuletzt erklang „Stille
Nacht, heilige Nacht“ und meine Zwerge erwachten wieder. Es war wohl schon fast drei Uhr nachts.

Die Pfarrer (es sind Benediktiner-Patres) boten noch an, dass die Gottesdienst-Besucher sie zum traditionellen
nächtlichen Gebets-Weg nach Bethlehem (etwa 2 Stunden Fußweg) begleiten mögen. Es war zwar recht mild
(tagsüber waren in Jerusalem um die 25 °c gewesen, was dort ziemlich üblich für Dezember ist), aber wir waren
alle viel zu müde…

Draußen war kaum ein Taxi zu finden. Endlich kam eines. Kein Großraum-Taxi, sondern ein ganz normales, für
4 Fahrgäste. Und zwei ältere Damen saßen schon drinnen! Und wir waren fünf! Wie sollte das gehen? Der marrokanische
Taxifahrer hatte kein Problem. „Beseder“ (=“in Ordnung“) meinte er, und wir quetschten uns zu den beiden Damen
noch zusätzlich rein.

Wir hatten hebräisch mit dem Fahrer gesprochen. Und so fühlten sich die beiden älteren Damen (die offensichtlich
Deutsche waren) sicher, als sie deutsch miteinander redeten:“ Igit, haben die aber viele Kinder, eins, zwei, drei“. meinte
die eine etwas verstört zur anderen.

Endlich konnten wir zuerst an deren Ziel die Damen abladen und weiter zu uns nach Beit Vegan fahren. Zum Abschied meinte
der jüdisch-marrokanische Taxifahrer „chag sameach“, „joyeux noel“, und es koste heute somit – nichts! Danke!

Ein paar Tage später, an „Silvester“, fuhren wir nach Tel Aviv an den Strand, bei 30 ° C !!! Nach Neujahr allerdins gab es einen
Temperatur-Sturz , und in Tel Aviv herrschten nur noch 13 Grad, und in Jerusalem fielen sogar einzelne Schneeflocken!

So ist es nun einmal in Israel!

Der Kaiser von China

Der Kaiser von China

besaß einen wunderschönen Vogel, der auch herrlich singen konnte. Ein ganz besonderes Prachtexemplar.

Der Kaiser von Persien wollte auch solch einen schönen Vogel. Er sendete seine Leute aus, dass sie in China noch noch solch einem Vogel suchen
sollen.

Nach langen Suchen fanden sie solch einen herrlichen Vogel, der wunderschön sang. Einer nahm Pfeil und Bogen – und erschoss das Tier.

Man balsamierte es ein und brachte es dem Kaiser von Persien.

Und der freute sich königlich, ja kaiserlich und setzte das Tier in einen Käfig
und zeigte es jedem.

Er war sich gar nicht bewusst, dass er ein totes Tier hat, nur eine Hülle.

Genauso ist es mit der Tora. Wenn man sie nur übersetzt und nicht versteht und nicht verinnerlicht. hat man nur eine Hülle.

Haifa

Großen Dank an Thomas Osten Sacken!
Seine ausgezeichnete und großartige Beschre-ibung von H a i f a:

„Haifa: Wo sich eine drusische Familie von einer arabischen Teenagerin auf einer von Deutschen gebauten Straße,
die nach dem ersten israelischen Premier benannt ist, mit einem Weihnachtsbaum im Vorder- und einem Bahaitempel
im Hintergrund ablichten lässt“.

שמח חג – Frohes Chanukka-Fest

שמח חג – Frohes Chanukka-Fest

Die heidnischen Griechen unter Antiochus IV (einem Seleukiden. Nachfolger von Alexander dem Großen) wollten das Judentum verbieten und vernichten und hatten (u.a. mit Schweinen) den Jüdischen Tempel um 166 v.Chr. entweiht. Den Juden unter den Makkabäern gelang es, diese Griechen zu vertreiben. Nun brauchte man koscheres Öl, um den entweihten Tempel wieder zu heiligen. Man fand ein kleines Fläschchen – und wie durch ein Wunder reichte es 8 Tage (daher 8 Kerzen!) lang, bis neues Öl hergestellt wurde…

Daher gibt es extrem „öl-haltige“ Speisen (Latkes=Kartoffelpuffer, sufganiot= Krapfen). Es werden bekannte chanukka – Lieder, wie z.B. „maos zur“, gesungen!

Dieses Jahr (2015 / 5766) ist Chanukka vom 07.12. -14.12. 2015

Chanukka 5776

www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24057