Archiv für Januar 2015

„Der Feind meines Feindes ist nicht mein Freund“

„Der Feind meines Feindes ist nicht (notwendigerweise)
mein Freund“

Authentische Fachleute sind sich einig: Der gefährlichste
Feind Israels ist im Moment das Bündnis Hizbollah – Assad-
Iran, nicht etwas IS. Beide Gruppen sind Feinde Israels.
Beide sind aber auch Todfeinde untereinander und schlachten
sich fürchterlich ab. Auf das Konto von Assad kommen über
200 000 Tote, auf IS sicher auch über 10 000 Morde. Grausame
VERBRECHER sind beide Gruppen.

Die Idee aber – wie einige (Pseudo-) Experten vorschlagen – dass
Israel sich mit der einen gegen die andere Gruppe vebünden soll, ist
äußerst töricht. Denn man kann den Teufel nicht mit dem Beelzebub
austreiben.

Euer Roland

Zwei Schwaben – hilflos in Jerusalem

Zwei Schwaben – hilflos in Jerusalem

von Roland HORNUNG

Es war in Jerusalem. Ich stand an einer Bushaltestelle. Die Jerusalemer Straßenbahn gab es damals noch nicht.

Neben mir standen ein Mann und eine Frau. Vielleicht ein Ehepaar. Auf jeden Fall sah man, dass sie Touristen
sind. Sie sprachen deutsch. Mit leicht schwäbischem Akzent. Den Stadtplan von Jerusalem hielten sie falsch
herum, auf dem Kopf stehend. Ich verstand das nicht; denn er war englisch beschriftet, und man konnte doch
an der Schrift erkennen, dass er verkehrt herum gehalten wurde…

Sie wirkten etwas verzweifelt. Ich fragte auf deutsch: „Kann ich Ihnen helfen?“ Beide erschraken. Der Mann sagte
zu der Frau „Der kann deutsch“. Und zu mir: „Du kennet deutsch?“ Ich entgegnete:“Ja, ein wenig“. Und ich fügte hinzu:
„I hen amol a schwäbisch schwätze glernt“.

Misstrauisch schaute er mich an und fragte: „Wir wollen zur Altstadt, zum Jaffa Tor, du verstehen?“

„Ja, ich verstehe“, erwidert ich, und fuhr for: „Wie es der Zufall will, fahre ich auch in die Richung dorthin, wir können den 21-Bus
nehmen, und Sie können mit mir einen Teil meines Weges mitfahren“.

Unsicher, misstrauisch und etwas unlogisch (weil er doch wusste, dass ich deutsch verstehe) sagte er zur Frau: „Der ist unheimlich,
der kann deutsch. Und jetzt will er im gleichen Bus fahren. Solle mer mit ihm mitfahre? Vielleicht zeigt er uns die falsche Richtung?“

Ich beruhigte ihn pädagogisch einfühlsam, der Bus Nr. 21 kam und wir fuhren zur Altstadt. Als wir an der passenden Haltstelle ankamen
(und ich weiterfahren wollte), bat ich die Schwaben, auszusteigen und sagte ihnen:“ Das große, nach Westen zeigende Tor dort in der
Stadtmauer, das ist das Jaffa-Tor, wo Ihr hin wollt“.

Sie stolperten hinaus, hasteten weiter, gingen in die falsche Richtung und schauten immer wieder verstört sich umdrehend zu mir
im wegfahrenden Bus.

…und wenn sie nicht gestorben sind, dann suchen sie immer noch das Jaffa-Tor, und träumen von Spätzle und einem guten Trollinger.

„Muslime haben keine Antwort…“

Sehr lesenswert

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Die-Muslime-haben-keine-Antwort-auf-den-Radikalismus/story/26010017

Ich kenne viele Muslime

Ich kenne viele Muslime,

viele sind meine Bekannten. Es sind gute Menschen.

Ein „Generalverdacht“ gegen alle Muslime ist daher außergewöhnlich töricht und ungerecht und unmenschlich. Keine negativen Pauschal-Urteile bitte!

Politisch gesehen sind zum Beispiel die Kurden (=meist sunnitische Muslime) im Moment diejenigen, die -mit Abstand- die Hauptlast im Kampf gegen diese Monster vom IS leisten.
Außerdem sind viele Kurden sehr israel-freundlich!!! Etliche Kurden und Kurdinnen sagten zu mir „Wir sind Juden“, um symbolisch ihre Freundschaft zu Israel samit zu bekunden.
Also ist es auch politisch völlig unsinnig, alle Muslime über einen Kamm zu scheren.
Wer erwas von Nahost versteht, sieht die Muslime diffenzierter und wirft sie nicht alle in eine Topf und rührt keinen Einheitsbrei.

Außerdem sind keineswegs alle Muslime „israelfeindlich“. So ein Quatsch. Es gibt Muslime, die dienen in Israel sogar in Elite-Einheiten. Und sind außergewöhnlich israel-freundlich! Und Araber. Also neben den Kurden gibt es auch viele israel-freundliche arabische Menschen.

„Pegida“ in ihrer gnadenlosen Einfalt und Flachheit ist pauschal „gegen Muslime“. Somit auch gegen viele meiner Freunde. Und Pegida ist auch somit gegen Israel. Denkt mal drüber nach!!!
Und mit Pegida kumpeln dubiose Leute wie ein Jürgen E., den man nicht „Antisemit“ nennen darf?
Widerlich, einfach nur widerlich.

A B E R :

Allerdings gibt es auch diese widerlichen Verbrecher. Zum Beispiel die Mörder in Paris gestern. Das waren auch Muslime. Auch die Mörder in Brüssel. Oder die Mörder der Juden vor eine Schule vor einiger Zeit.

Und es gibt Verbrecher-Organisationen wie IS und Al Quiada, undHamas, usw..

BEIDES muss thematisiert werden.

Heute wenden sich viele gegen Pegida.

Als im Sommer 2014 aber widerlich rassistische antisemitische Demos (mit mehrheitlich islamistischen Teilnehmern oder auch grauen Wölfen!) durch Deutschland zogen und die widerlichsten antisemitischen Parolen seit dem 3. Reich gröhlten und absonderten, wo blieb damals der „Aufstand der Anständigen“?

Wo blieben damals die „Anständigen“ (die nun gegen Pegida aantreten).

Wo blieb die Mehrheit der Muslime, die sich distanzieren hätten sollen?
Sie schwiegen.
Schade.