Archiv für April 2014

Wann, wenn nicht jetzt ?

Wann, wenn nicht jetzt ?

Von Roland Hornung

Pirkej Awot, die Sprüche der Väter, bieten immer einen großen Schatz an Wahrheit und Weisheit. Betrachten wir 1,14, was dem berühmten Rabbi Hillel zugeschrieben wird:

אם אין אני לי מי לי

im ejn ani li, mi li
Wenn ich nicht für mich, wer für mich

וכשאני לעצמי מה אני

uchsche ani leatzmi, ma ani
Und bin ich nur für mich, was bin ich?

? ואם לא עכשו אימתי

We im lo achschaw, emataj
Und wenn nicht jetzt wann dann ?

Meine Interpretation dieser Worte von Rabbi Hillel. Diese meine (Roland Hornung) Worte beschreiben auch mein „tikkun olam“,
mein Engagement für Israel:

Was haben diese Sprüche mit Israel zu tun, mit Israelfreunden, mit uns, mit mir ? Schon der erste Spruch „Wenn ich nicht für mich [bin], wer [ist dann] für mich? “ sagt doch klipp und klar und deutlich: Hilf dir zuerst selbst ! Wir kennen: „ Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott ! “ Manche Dinge können nur wir selbst erledigen, und einem Ausruhen auf unseren Lorbeeren schiebt ja schon das Gleichnis mit den Talenten einen deutlichen Riegel vor. Alle haben wir unsere Gaben, unsere Stärken. Diese gilt es zu nutzen. Auch für Israel. Der zweite Spruch beantwortet sich ja fast selbst: Und bin ich nur für mich, was bin ich? Ein Egoist, ganz klar. Ein deutlicher Appell an Solidarität, an Sozialverhalten, an Gemeinschaft. Nur gemeinsam sind wir stark. Und wenn nicht jetzt wann dann ? Morgen vielleicht ? Nein, nein, nein. Alles, was wir sofort tun können, das sollen wir auch sofort tun. Israel steht vor großen Herausforderungen, vor großen Sorgen und Nöten und Problemen. JETZT ist Hilfe angesagt, nicht später. In guten Zeiten hat jeder Freunde. In problematischen Zeiten braucht Israel uns als Freunde! Jetzt, wann sonst, wann dann ? Diese Sprüche von Rabbi Hillel sind Aufforderung und Ermutigung zugleich: Gemeinsam für Israel. Jetzt.

Der Aaronitische Segen

DER AARONITISCHE SEGEN AUS NUMERI 6,24-26:

יְבָרֶכְךָ יהוה, וְיִשְׁמְרֶךָ
יָאֵר יהוה פָּנָיו אֵלֶיךָ, וִיחֻנֶּךָּ
יִשָּׂא יהוה פָּנָיו אֵלֶיךָ, וְיָשֵׂם לְךָ שָׁלוֹם

Jewarechecha Adonai vejischmerecha
ja’er Adonai panaw eleicha wichuneka
jissa Adonai panaw eleicha wejasem lecha schalom.

Der HERR segne dich und behüte dich.
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Pessach

Pessach

Die Feier des Seder am 14.April 2014 war wieder einer der Höhepunkte im Jahr. Im vollen Saal und bei guter Laune leitete der Rabbiner Josef Chaim B. den Seder zu Pessach. Er erzählte die Geschichte vom Auszug aus Ägypten und die Wanderung durch den Sinai sieben mal sieben Tage, bis das Jüdische Volk am Berg Sinai die Tora von G’tt geschenkt bekam. Er schilderte dann den Ablauf des Seder-Abends mit Mazzot, die rituellen Speisen mit Bitterkraut und Charosset (ein Gemisch aus Nüssen, Honig, Zimt, usw…, das den „Lehm“ sybolisieren soll), die vier Becher Wein, und führte alle Anwesenden mit viel Simcha (Freude) und Kawanna (Hingabe) durch die Hagada. Aufmerksam wurde die Lesung verfolgt, da jedes Mitglied und jeder Gast der Reihe nach einen Abschnitt in seiner Muttersprache lesen konnte. Mit dem gemeinsamen Singen wurde es zu einem wundervollen Abend.

Israel und Gini-Koeffizient

Der GINI-Koeffizient (auch GINI – Index) ist nach dem italiensichen Mathematiker GINI benannt
und ist eine (zwischen 0 und 1 normierte) Größe, die die (Un-)Gerechtigkeit der Verteilung der Einkommen
in jedem Land berechnet. Je näher der Faktor bei 1, desto „ungerechter“ sind die Einkommen verteilt.( Es gibt den
GINI-INDEX auch für Vermögensverteilungen; aber weil Vermögen oft schwer „erfassbar“ sind, ist er nicht so
aussagekräftig).

Der GINI-Index einiger ausgewählter Länder : Deutschland 0.283, USA 0.466, Israel 0.355, China 0.474,… usw.

Man sieht, dass heute Israel sogar „kapitalistischer“ ist als Deustchland, und dass das (angeblich immer noch
„kommunistische“ Chins sogar kapitalistischer ist als die USA !

Früher, als das Kibbuz-Sytem noch die Wirtschaft in Israel mehr beeinflusste, war Israel eines der „gerechtesten“
Länder in der Einkommensverteilung.

Medienbild über Israel

Meine persönliche Bemerkung:

In Deutschland betrachten die meisten Medien Israel „sehr sehr kritisch“ – um es einmal höflich auszudrücken. So, wie kaum ein anderes Land betrachtet wird.
LEIDER übernehmen die meisten Menschen hier diese „Medien-Meinung“ dann ihrerseits sehr „un-kritisch“….

Es steckt hinter dieser unserer Medien-Macht auch ein gewisses Maß an euroäischer Arroganz und ein bisschen „Rassismus“.

Ich sehe Israel eher unter dem Aspekt der „positiven Verstärkung“ – eine Denkweise, die KONSTRUKTIV ist (und nicht „destruktiv“, wie die Medien-Meinungs-Mache).

Eine Untersuchung von SCHÜLERN bestätigt mich sehr

http://www.main-spitze.de/lokales/floersheim/politik-leistungskursschueler-erforschen-das-meinungsbild-ueber-israel_14035018.htm