Irans bröckelnde Macht

Mein (Roland Hornung) MEINUNGS-KOMMENTAR:

Der augenblickliche Schlagabtausch (zwischen „Islamischer Dschihad“ und Israel) ist ein „Sekundäreffekt“!

Der gesamte vordere Orient „brodelt“, das Volk, vor allem die jungen Leute (!!!) demonstrieren zu Hundert-Tausen-den (!!!) gegen ihre faschistischen Regimes,
die alle Hand-langer des Mullah-Regimes in Iran sind.

Iranische Soldateska wie „Islamischer Dschihad“ und „Hisbollah“ macht die „Drecksarbeit“, indem man die jungen Demonstranten bekämpft (und ermordert,
wie in Bagdad) :-(

Iran ist – wenn man die kluge Caroline Glick liest – mit Ab-stand der Hauptfeind Israels. Gegen Israel benutzt der Iran seine Söldner-Truppen, wie jetzt auch den
„Islamischen Dschihad“ und Irans „Quislinge“ (auch in den Iran-hörigen deutschen Parteien, auch in deutschen Medien) :-(

Das iranische Mullah-Regime hat Angst um seine bröckeln-de Macht im vorderen Orient und Angst vor den Demonstra-tionen der jungen Leute (fast überall! Immer mehr!) und lenkt ab – durch die Raketen-Angriffe (seiner hörigen Schleimer) auf Israel :-(

Euer trauriger Roland Hornung

schlomo bubales

Shlomo Bubales ( Zu Jom Kipur 2019)
3 Std.

Es passieren manchmal Dinge, die uns wütend machen. Dann bekommen die Hass-Gefühle in uns die Überhand obwohl wir gar keine so schlechten Menschen sind.
Ausgerechnet zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur passierte mir auf einer Reise etwas, was mich beinahe vom Glauben an das Gute im Menschen abfallen lies:

Ich verstaue meine bubales-Puppentheaterkisten in die einzige größere Lücke des Wagons, hinter zwei Sitze und setze mich drei Reihen weiter hinten auf meinen reservierten Platz und könnte mich eigentlich entspannen.

Plötzlich irrt ein älteres Paar mit Krücken und Rollkoffern hilflos zwischen den Gängen herum. Ich springe wieder auf um ihnen zu helfen. Nachdem ich ihre Rollkoffer sicher verstaut habe, helfe ich ihnen auch ihre Sitze zu finden. Wie der Zufall es will, sitzen sie genau auf den zwei Sitzen die vor meinem bubales-Kisten sind. Sie bedanken sich bei mir für meine Hilfe „Wie schön, dass es noch so hilfsbereite Menschen wie sie gibt.“ sagt die ältere Dame mit zitternder Stimme.

Nach fünf Minuten kommt die Dame zurück und sagt mit nicht mehr so zittriger Stimme „Das sind doch ihre Kisten hinter unseren Sitzen, oder?“ Ich bejahe es. „Die müssen sie entfernen! Wir können unsere Lehnen nicht nach hinten stellen.“ Ich gehe mit ihr nach vorne um ihre Lehnen nach hinten zu verstellen was auch problemlos klappt. Während dessen sagt die alte Dame zu mir „Sie … Sie haben uns nur geholfen damit wir nichts gegen sie wegen ihren Kisten hinter unseren Sitzen sagen können.“

Ich erstarre „Wie bitte? …. Wie soll das denn gehen? Während ich ihnen geholfen habe, wusste ich doch noch gar nicht wo sie sitzen. “Die Frau denkt einen Moment nach und schüttelt nervös den Kopf „Die Kisten müssen hier weg! Bringen sie unser Gepäck her!“

Alle anderen Fahrgäste schauen dem Drama interessiert und passiv zu. Ich versuche die Frau zu besänftigen „Hören sie, ihre Sitze sind doch jetzt verstellbar und ihr Gepäck habe ich doch auch nicht all zu weit von ihnen gut verstaut. Ich reise mit meinem Puppentheater und mache das nicht um sie zu ärgern.“

„Nein!“ sagt die alte Dame „Sie wollen unser Gepäck durchwühlen wenn wir es nicht mehr in Augenweite haben. Glauben sie ich falle auf die Tricks ihrer Leute rein?“
Jetzt muss ich einen Moment nachdenken. Dann schaut sie die anderen Fahrgäste an und sagt laut „Jetzt mischt sich dieses Volk schon in unsere 1. Klasse!“ Schweigen im Wagon.

Ich gucke ihr etwas länger in die Augen und wende mich danach ab und sage beim weggehen „Streuen sie doch noch etwas Zucker über Ihr Gepäck! Ich mache jetzt gar nichts mehr!“

10 Minuten später kommt der Schaffner. Die alte Dame spricht etwas länger mit dem Schaffner und zeigt immer wieder auf mich und meine Kisten. Dann kommt der Schaffner zu mir „Ihre Kisten müssen da weg!“ Langsam steigt die Verzweiflung in mir auf. „Aber das ist der einzige Platz im Wagen wo diese Kisten reinpassen.“
Der Schaffner schüttelt verständnislos den Kopf „Stellen sie die Kisten an den Ausgangsbereich!“

„Da kann die doch jeder beim Aussteigen mitgehen lassen!“ ich merke wie mein Adrenalinpegel steigt. „Naja, selber Schuld wenn sie mit soviel Gepäck reisen!“
sagt der Schaffner, wendet sich ab und geht. Ich mache eine meiner berühmten Atemübungen. Einatmen – ausatmen! Danach hole ich den Schaffner ein und tippe auf seine Schulter. Er dreht sich um und schaut mich ziemlich böse an.

„Bitte geben sie mir nur zwei Minuten um ihnen etwas zu erklären!“ Er schüttelt den Kopf „Nein! Keine Zeit! Entfernen sie die Koffer damit die Herrschaften ihr Gepäck hinter ihre Sitze verstauen können.“

„Bitte schauen sie in meine Augen, atmen sie kurz ein und aus und hören sie mir zu bevor alles eskaliert!“ Er erstarrt und schaut mir wie gelähmt in die Augen. Ich freue mich innerlich über den Erfolg meiner hypnotischen Fähigkeiten. Danach erkläre ich ihm was alles passiert ist und was die alte Dame gesagt hat und ich erzähle ihm, dass ich Puppentheater für geflüchtete Familien mache. Seine Augen werden immer größer und dann „Kommen sie mit mir mit!“ Wir gehen zu dem älteren Paar.

Der Schaffner stemmt die Faust in seine Hüfte und schimpft die alte Dame aus „Ich habe sehr unschöne Sachen über sie gehört! Die junge Frau hat ihnen geholfen ihr Gepäck zu verstauen und danach haben sie sie beleidigt!?“ Die Frau wird laut „Sie wissen doch gar nicht was genau passiert ist.“ Der Schaffner schüttelt den Kopf „Doch. Jetzt schon! Sie sollten sich schämen!“ Die ältere Dame wird noch lauter „Wenn Sie nicht dafür sorgen, dass unser Gepäck hinter unseren Sitzen landet, werde ich eine schriftliche Beschwerde gegen sie einreichen!“

Der Schaffner nimmt mich zu Seite „Also passen sie auf! Die sind richtig übel drauf! Wir bringen jetzt ihr Gepäck ins Schaffner-Abteil und dann sollen diese alten Knacker ihr Gepäck hinter ihre Sitze verstauen. Ich schüttle den Kopf „Wie können sie denen nachgeben?!“ Der Schaffner „Hören Sie, ich finde es toll was sie mit ihrem Puppentheater für die Flüchtlingskinder machen. Echt! Aber lassen sie mich jetzt auch meinen Job machen und lassen sie sich nicht von solchen giftigen Menschen beirren!“ Voller Respekt folge ich danach den Anweisungen des Schaffners. Er verstaut meine Sachen im Schaffner-Abteil und bringt sogar noch die Koffer der alten Knacker zu ihnen und verstaut sie hinter ihre Plätze. Die ältere Dame schaut mich voller Verachtung an. Dann sagt der Schaffner zu ihr „Sie haben nicht gewonnen! Sie haben verloren!“

Was für eine Fahrt! So schlechte Menschen und so viele passive schaulustige und dann dieser eine Schaffner. Der war auf dieser Fahrt mein Held. Beim Aussteigen gab er mir noch eine Tafel Schokolade. Dann packte er noch beim Ausladen mit an unddrückte mir die Hand und sagte „Ich heiße übrigens Ahmed! Und ich bin stolz darauf, dass es Menschen wie sie gibt!“ Ich schüttelte seine Hand und sagte „Und ich bin Shlomit und ich bin auch stolz, dass es Menschen wie sie gibt!“

Und so wurde mein Glaube an das Gute im Menschen kurz vor Jom Kippur wieder zurechtgerückt. Ein weiser Rabbiner sagte mir einmal: „Wenn etwas sehr schwierig wird, dann muss es besonders wichtig sein!“

In diesem Sinne SHANA TOVA VE G’MAR CHATIMA TOVA!

Sehr gute Replik auf den „Spiegel“

Auf den äußerst dümmlichen Artikel in „Spiegel Geschichte“ (mit zwei Juden in
Schläfenlocken, in der Art Ende des 19. Jahrhunderts, in der Art so keineswegs üblich
in Deutschland) gibt es eine ausgezeichnete Replik einer deutschen Jüdin:

Aus diversen Gründen wurde meine Replik auf das Cover von SPIEGEL Geschichte nicht veröffentlicht. Deshalb nun, mit leichter Verzögerung, hier:

Liebe Spiegel-Redakteur*innen, ich muss euch enttäuschen: Ich habe keine krumme Nase und keine Glubschaugen. Weder mein Vater noch meine Großväter trugen Schläfenlocken. Ich esse für mein Leben gern Schweinefleisch. Meine Tochter ist blond. Gestatten: Die Unbekannte von nebenan – Jüdin.
Ich führe ein säkulares Leben, kann an einer Hand abzählen, wie oft ich im Jahr in die Synagoge gehe. Damit bilde ich keine Ausnahme innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, sondern eher die Regel.
Zu meinen Vorfahren zählen Patrioten und Zionisten. Wohlhabende Großindustrielle und arme Kommunisten. Gläubige und Atheistinnen. So unterschiedlich ihre Biographien und Weltanschauungen auch waren – eines einte sie: Sie alle wurden in der Shoah ermordet, weil die Mehrheit sie als Unbekannte, als Fremde sah, die es auszulöschen galt.
Meiner Großmutter mütterlicherseits gelang die Flucht – als einziger von neun Geschwistern. Auch meine Großeltern väterlicherseits konnten fliehen. Doch nach dem Krieg war es der größte Wunsch meines Großvaters zurückzukehren, nach Deutschland. Trotz allem.
Ich wuchs in den 70er und 80er Jahren in einer westdeutschen Kleinstadt auf. Wenn ich mal in die Synagoge ging, nahm ich oft nichtjüdische Freunde mit. Aber viel lieber hing ich mit ihnen auf Partys oder in Kneipen ab, hörte Nena oder Neue Deutsche Welle.
Eine völlig durchschnittliche Kindheit in Westdeutschland, wären da nicht die Gymnasiallehrer, die mich regelmäßig zur „Anderen“, zur „Fremden“ abgestempelt haben. Der Mathelehrer, der mir vor der Klasse Fragen stellte zu dem einen oder anderen jüdischen Feiertag, den ich nicht kannte. Mir war es peinlich, dabei weiß ich nicht, wie viele meiner Klassenkameraden die Bedeutung von Fronleichnam hätten erklären können. Aber die fragte mein Mathelehrer ja auch nicht.
Mein Gesellschaftskundelehrer, der mich fragte, ob ich auch den Irrglauben teilte, sechs Millionen Juden seien im Holocaust umgekommen. Dabei waren es doch viel weniger, meinte er. Als ich mich in einem Artikel für die Schülerzeitung darüber empörte, wurde ich vom Studienrat beiseite genommen und gefragt, ob ich als Jüdin denn nicht etwas zu empfindlich sei.
Auf der gesamten Schule gab es nur zwei Juden. Wir waren die Fremden, egal wie gut wir den pfälzischen Dialekt beherrschten, egal, wie viel oder wenig jüdisch wir uns fühlten.
Nach dem Abitur hatte ich den Status des exotischen Vogels endgültig satt und wanderte nach Israel aus. Ich habe das Land und die Leute geliebt. Tue ich immer noch. Doch nach 10 Jahren Israel sehnte ich mich zurück nach Roggenbrot und Herbstblättern, nach der vertrauten Sprache und meinen Freunden. Ich ging nach Berlin. Hier, hoffte ich, könnte ich in der Multikulti-Großstadtszene abtauchen. Endlich eine von vielen sein, ohne ständig auf meine Herkunft reduziert zu werden.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Doch spätestens seit Veröffentlichung der jüngsten „Spiegel Geschichte“-Ausgabe ist meine Hoffnung in ein tiefes Koma gefallen. Das Cover der Ausgabe zeigt zwei ärmliche Juden mit langen Bärten, Schläfenlocken und Kopfbedeckung. Die Illustration erinnert an ein ganz anderes deutsches Blatt aus der Vergangenheit. Dazu die Überschrift: „Jüdisches Leben in Deutschland – Die unbekannte Welt nebenan“.
Euer Titelblatt ist keine Provokation, auch keine Anregung zur Diskussion, liebe Spiegel-Redakteur*innen. Es ist hochgradig diskriminierend und bedient alte, wie ich dachte, längst überwundene antisemitische Klischees. Wie kann ich da eure besorgten Artikel über Rassismus in den USA noch ernst nehmen? Oder Eure kritischen Artikel über die AFD? Ihr macht mir genauso viel Angst wie die AFD, grenzt mich nicht weniger aus, als die es tun.
Im Jahr 2019 sind deutsche Juden für euch noch immer die Fremden mit den Schläfenlocken. Und wenn nicht mit Schläfenlocken, dann zumindest mit direktem Draht zum Mossad, mit dessen Hilfe sie die deutsche Nahostpolitik manipulieren, wie Ihr in einem anderen Artikel, der kürzlich in Eurem Blatt erschienen ist, vermutet. Beweislage – versteht sich von selbst – gleich null.
Geht mal in Euch, liebe Spiegelredakteur*innen. Fragt Euch, was mit Euch los ist, warum Ihr eigentlich ein Problem mit den Juden habt. Falls Ihr Hilfe braucht: Ich kenn‘ da einen guten Therapeuten. Auch ein Unbekannter.
Gabriela Hermer

Israels Bewässerung

www.helmholtz.de/erde_und_umwelt/jeder-tropfen-zaehlt/

Glückwunsch für Ilse Danziger

www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/hohe-auszeichnung-fuer-ilse-danziger-21179-art1791611.html