Rabiner

Ein Rabiner ging jeden Schabat in das gleiche Dorf und zum gleichen Baum und sprach das gleiche Gebet.
Und Adonai erhörte dieses Gebet.

Sein Sohn kannte den Baum nicht mehr. Er ging jeden Schabat in das gleiche Dorf und zu irgendeinem Baum und sprach das gleiche Gebet.
Und Adonai erhörte dieses Gebet.

Sein Enkel kannte das Dorf nicht mehr. Er ging jeden Schabat in irgendein Dorf und zu irgendeinem Baum und sprach das gleiche Gebet.
Und Adonai erhörte dieses Gebet.

Sein Urenkel kannte das Gebet nicht mehr. Aber er kannte diese Geschichte und erzählte sie.
Und Adonai erhörte dieses Gebet.

Was denken Araber in Berlin?

www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/so-denken-berliner-araber-ueber-israel

Heuschrecken

Heuschrecken

sind sehr gefräßige und gefürchtete Tiere, alles fressen sie kahl.

Vor einigen Jahren kam ein gigantisch großer Schwarm in den Süden Israels, den Negev.
Sie fraßen alles weg, nicht ein Blatt blieb übrig.
Dann kamen sie an ein Dorf, in welchem nur Fromme lebten.
Sie stoppten, umgingen das Dorf und fraßen danach alles wieder weiter. Im Dorf selbst wurde
nichts gefressen. Kein Blatt, kein Halm. Nichts.

Initiative 27. Januar

Schalom chaverim ve chaverot,

gestern, am Sonntag, 28.01. 2018, war ich in der Residenz in München zur
sehr würdevollen Gedenkveranstaltung der „Initiative 27. Januar“ anlässlich
des Holocaut-Gedenktages.

Die „Initiative 27. Januar“ (mit sehr starker Unterstützung der sehr wichtigen und großen
Israelitischen Kultusgemeinde in München) leistet ausgezeichnete Arbeit, vor allem,
weil sie

– gegen jede (!!!) Art des Antisemitismus sich sehr stark engagiert

– sich sehr für Israel auf vielen Ebenen einsetzt

– sehr gut vernetzt und sehr einflussreich ist

– und weil sie (meines Wissens als einzige Israel-Solidaritätsorganisation in Deutschland? )
als NGO direkt beim Bundestag akkredidiert ist !!!

Ein ganz wesentlicher Schwerpunkt dieser Initiative ist es, niemals zu schweigen und, im Gegenteil,
immer ganz laut und deutlich öffentlich Stellung zu nehmen. Das vermisse ich sehr bei anderen israel-
freundlichen Organisationen.

Beispiele:

1. ) In Frankfurt weigerte sich Quatar-Airlines (oder war es Kuwait-Airlines???), einen israelischen
Staatsbürger mitfliegen zu lassen. Schlimm. Weit, weil schlimmer war es aber dann, als ein
deutsches (!) Gericht der Quatar-Airlines recht gab (!) und somit fremdes Recht über deutsches
Recht stellte!

2.) Unser (geschäftsführender) Außenminister Sigmar Gabriel wiederholte (!) seinen äußerst
dümmlichen Vorwurf, Israel sei „Apartheidstaat“.

3.) In einer Schule in Berlin wurde wieder ein jüdischer Schüler massivst beleidigt und bedroht.

und viele weitere Beispiele….

Die „Initiative 27. Januar“ bedankt sich aber auch (und das ist wichtig, als „positive Verstärkung“) für sehr
positive politische Entscheidungen. Zum Beispiel für die (längst überfällige) Entscheidung, die Stelle eines „Anti-
semitismus-Beauftragten“ mit robustem Mandat einzurichten!

70 Jahre Israel – Lesung im Literatur-Café

Literaturcafé am 15.01.2018: “ 70 Jahre Israel” (Thyra Thorn, Martin Stauder, Roland Hornung)

Lea Fleischmann (* 1947 in Ulm) ist eine in Jerusalem lebende deutschsprachige deutsch-israelische Autorin.
Als Kind jüdischer Eltern, die den Holocaust überlebten, wurde Lea Fleischmann in einem Lager für Displaced Persons bei Ulm geboren und wuchs im Lager Föhrenwald in Wolfratshausen auf. Sie studierte in Frankfurt am Main Pädagogik und Psychologie, gründete eine Familie und unterrichtete von 1973 bis 1979 im hessischen Schuldienst an der Berufsschule. 1979 gab sie ihre sichere Stellung als Studienrätin auf und wanderte, ohne ihren Mann, aber mit zwei Kindern, nach Israel aus. 1980 veröffentlichte sie ihr im In- und Ausland viel beachtetes und zum Bestseller gewordenes Buch „Dies ist nicht mein Land“, in welchem sie mit Deutschland abrechnete und aufzeigte, warum Juden dort nach dem Holocaust nicht mehr leben könnten, seinerzeit auch unter dem Eindruck der Berufsverbote nach dem Radikalenerlass. In Jerusalem entdeckte sie das Judentum für sich, lernte Hebräisch, um die Tora lesen zu können, wurde religiös. Inzwischen ist Israel zu ihrer Heimat geworden, sie reist regelmäßig nach Deutschland und wird dort als Gesprächspartnerin im jüdisch-christlichen Dialog gefragt.
Werke
. Dies ist nicht mein Land. Eine Jüdin verlässt die Bundesrepublik, Hamburg 1980
Ich bin Israelin. Erfahrungen in einem orientalischen Land, Hamburg 1982
• Nichts ist so, wie es uns scheint. Jüdische Geschichten, Hamburg/Zürich 1985
• Abrahams Heimkehr. Geschichten zu den jüdischen Feiertagen, Hamburg 1989
• Gas – Tagebuch einer Bedrohung. Israel während des Golfkriegs, Göttingen 1991
• Schabbat. Das Judentum für Nichtjuden verständlich gemacht, Hamburg 1994
• Rabbi Nachman und die Thora. Das Judentum für Nichtjuden verständlich gemacht, 1997
• Meine Sprache wohnt woanders. Gedanken zu Deutschland und Israel, Frankfurt 2006 (mit Chaim Noll)
• Heiliges Essen. Das Judentum für Nichtjuden verständlich gemacht, 2009
• =========== Ende WIKIPEDIA –Eintrag ========

Lea Fleischmann wurde 1978 in Deutschland durch ihren Bestseller „Dies ist nicht mein Land“ sehr bekannt. Die deutsche Jüdin (damals recht „links“ eingestellt) ging ziemlich schonungslos mit vielen (teilweise wirklich dubiosen) Situationen und befremdlichen Befindlichkeiten in Deutschland um. Von „rechter Seite“ wurde sie als „Nestbeschmutzerin“ verunglimpft. Und die deutsche sogenannte „Linke“ rümpfte die Nase über „die Jüdin“ (was ich damals bei einigen älteren Arbeitskollegen, die „Alt-68“ waren, deutlich bemerkte!) und zeigte recht klar, dass „links“ und antisemitisch anscheinend ganz gut harmonieren Mir war folgerichtig ihre Art besonders sympathisch: Wer von rechten u n d linken Antisemiten besudelt wird, liegt mir am Herzen!  Lea Fleischmann wanderte folgerichtig nach Israel aus und schrieb dort ihr Buch „Ich bin Israelin“ – eine hervorragende Einführung für jeden, der Israel nicht nur oberflächlich kennen lernen will! Lea’s erfolgreichstes und bekanntestes Werk war gleich ihr erstes, um 1979: „Dies ist nicht mein Land“, eine vernichtende Abrechnung mit dem damals sehr spießigen Deutschland, das den Holocaust noch nicht aufgearbeitet hatte.Die „Rechte“ in Deutschland nannte das Werk „Nestbeschmutzung“ und die „Linke“ war begeistert – bis man entdeckte, dass Lea ja Jüdin ist. Ich erlebte es selbst, dass sich „links“ definierende Leute schlagartig und angewidert von Lea’s Werk distanzierten, …“die ist ja Jüdin“, igitt“…… und somit erwiesen sich damals auch viele deutsche „Linke“ eigentlich als spießige „National-Sozialisten“------ 
DIES IST NICHT MEIN LAND: (Einige Stellen werden vorgelesen…..)

Lea meldete sich in Israel immer wieder auch politisch zu Wort, vor allem im Golfkrieg 1991 mit ihrem Buch „Gas“, in dem sie alle deutschen Firmen auflistete, die an Saddam Hussein Giftgas geliefert hatten (und das waren viele Firmen!!!).

Als die weltweite, besonders die deutsche „Linke“ immer mehr ihre wahre, antizionistische und leider oft antisemitische Fratze zeigte, distanzierte sich Lea Fleisch--mann (und mit ihr viele „linke“ Israelis!!!) scharf und deutlich und eindeutig von dieser weltweiten dubiosen „Linken“. Heute schreibt Lea nichts mehr politisch, sondern Bücher in einer Reihe „Judentum leicht verständlich gemacht“, aus einem ihrer Werke („Heiliges Essen“) werde ich euch auch nachher ein wenig lesen……

In ihrem Buch „Heiliges Essen“ geht LEA FLEISCH-MANN auf die Bedeutung des koscheren Essens und des Essens überhaupt näher ein. (Lea Fleischmann „Heiliges Essen“)
Die jüdischen Speisegesetze bilden fraglos einen essentiellen Bestandteil der jüdischen Religion und jüdischer Identität. Dass die Aufteilung in „reine“ und „unreine“ Speisen, taugliche und untaugliche Gegenstände und Handlungen mehr als nur ein überkommenes Regelwerk darstellt, sondern auf einer tiefen spirituellen, biblisch-rabbinischen Basis aufbaut, die in vielerlei Hinsicht überraschend moderne hygienische, ökologische und gesundheitsrelevante Einsichten enthält, macht die in Israel lebende Schriftstellerin Lea Fleischmann in ihrem neuen Buch „Heiliges Essen“ auf anschauliche Weise deutlich. In ihrem Buch lässt sie die Leserinnen und Leser teilhaben an einer Entdeckungsreise, der gegenüber sie zu Beginn durchaus selbst Vorbehalte hatte….Bei der Rabinat (=Rabbinerfrau) Malka lernt Lea Fleischmann schließlich anhand von Geschichten und Gesprächen die Speisegebote der Bibel kennen und begreift den tiefen Sinn des koscheren Essens. Als moderne Zeitgenossin ist sie erstaunt über die Weisheit der biblischen Speisegebote, die die gesamte Schöpfung im Auge haben und das Essverhalten der Menschen regeln, damit die Fauna und Flora geschont werden. Essen dient nicht nur zur Sättigung, sondern ist ein immer auch ein spiritueller Akt, ein „heiliger Vorgang“. Indem Lea Fleischmann auf unterhaltsame und anschauliche Weise ihren eigenen Lernprozess transparent darstellt, gelingt es ihr zugleich, die Bedeutung der biblischen Speisegebote auch für Nichtjuden erfahrbar zu machen und regt zum Nachdenken über das eigene Essverhalten an. Durch ihre geschickte Verknüpfung von Erzählungen und Wissensvermittlung gelingt es ihr beinahe unmerklich das zu erreichen, was der Untertitel ihres Buches als Anspruch formuliert: Das Judentum Nichtjuden verständlich zu machen. Und damit es nicht nur beim Lernen und Nachdenken bleibt, ergänzt Fleischmann ihre Geschichten durch einige an den jüdischen Fest- und Feiertagen orientierte Rezepte, die durchaus Appetit darauf machen, das Buch nach beendeter Lektüre gegen den Kochlöffel auszutauschen.
Die wesentliche Schlussfolgerung für die tägliche Praxis:

Natürlich gibt es (in koscheren Speiserestaurants) kein Schwein oder anderes „nicht-koschere“ Getier. Aber viel wichtiger ist, dass „milchig“ und „fleischig“ getrennt wird. So wird das Frühstück eher milchig sein, die sonstigen Mahlzeiten (mittags, abends) eher fleischig, zwischendurch Snacks wie Falafel, Humus usw…Weil Obst und Gemüse „parve“ (=neutral) sind, gibt es dies zu jedem essen. …

Ein typisches Frühstück besteht aus Brot, Marmelade, Eier, viele Sorten Joghurt und Quark und Spezialgerichte wie „Labane“, viel Obst, aber auch ganz viel geschnittenes kaltes Gemüse, wie Gurken, Tomaten, Paprika, Zucchini, usw… und jedem bleibt dann überlassen, wie der dieses Gemüse „anmacht“, die einen nehmen Joghurt oder Quark, die anderen Humus, wieder andere Zitronensaft. Essig ist unüblich! Der Staatspräsident PERES, der über 90 Jahre alt wurde, wurde mal gefragt, warum er noch so dynamisch jugendlich wirke. Er antwortete: „ Ich nehme zum Frühstück eine geschnittene Gurke, eine Tomate und eine Paprika und träufele den Saft einer frischen Zitrone darüber. Das hält mich fit“! Bei den fleischigen Mahlzeiten gibt es Huhn, Pute oder Rind, Gemüse, Kartoffeln, Nudeln, usw… – aber keine Milch und keine Sahnesoße  Als Getränke herrschen Saft, Wasser, Cola usw. vor, es gibt auch Bier und sehr guten Rotwein. Doch Alkohol wird mäßiger genossen als in Europa…..